Bitte keine Tauben füttern – Gemeinsam für ein sauberes Umfeld
Ein gemütlicher Balkon, frische Luft und ein Kaffee in der Sonne – für viele gehört das zu den kleinen Momenten, die den Alltag besonders machen. Umso störender ist es, wenn sich Tauben dauerhaft auf Balkonen oder Fensterbänken niederlassen, Nester bauen und starke Verschmutzungen hinterlassen. In einigen Nürnberger Stadtteilen wird dieses Problem zunehmend häufiger beobachtet.
Was dabei oft gut gemeint ist, verschärft die Situation leider zusätzlich: das Füttern von Tauben. Warum das problematisch ist und weshalb ein bewusster Umgang wichtig ist, erklären wir in diesem Beitrag.
Wenn „gut gemeint” zum Problem wird
Tauben vermehren sich besonders stark dort, wo regelmäßig Futter angeboten wird. Ein dauerhaftes Nahrungsangebot führt dazu, dass sich immer mehr Tiere ansiedeln und die Population wächst.
Die Folgen können schnell sichtbar werden:
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stärkere Verschmutzung durch Taubenkot
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unangenehme Gerüche auf Balkonen oder Fensterbänken
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Nistplätze auf Balkonen, Dachvorsprüngen oder in Gebäudenischen
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Schäden an Fassaden, Geländern und Fensterbänken

Taubenkot enthält aggressive Bestandteile, die Oberflächen langfristig angreifen können. Dadurch entstehen nicht nur unschöne Verschmutzungen – auch Gebäude können beschädigt werden und der Reinigungsaufwand steigt.
Diese Auswirkungen betreffen letztlich die gesamte Hausgemeinschaft.
Eine Bitte an unsere Mieterinnen und Mieter
Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich oft verhindern, dass Tauben sich dauerhaft ansiedeln:
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keine Essensreste auf Balkonen oder Fensterbänken zurücklassen
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Müllbehälter stets geschlossen halten
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erste Nistversuche frühzeitig melden
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Balkone regelmäßig nutzen und sauber halten
Tauben suchen vor allem Orte, an denen sie Schutz und leicht zugängliches Futter finden. Fehlen diese Voraussetzungen, verlieren die Tiere meist schnell das Interesse am Standort.

Rechtliche Situation in Nürnberg
In Nürnberg gilt ein Fütterungsverbot für Stadttauben. Diese Regelung dient dem Schutz von Gebäuden, der öffentlichen Hygiene und einer kontrollierten Regulierung der Taubenpopulation. Wenn bekannt wird, dass Tauben gefüttert werden, kann dies sogar gemeldet werden.
Ein Blick auf die Taube
Auch wenn sie manchmal als störend empfunden werden: Die Stadttaube ist kein klassischer Schädling. Sie ist eine verwilderte Form der Haustaube und wurde ursprünglich vom Menschen gezüchtet. Tauben sind intelligente Tiere, leben in sozialen Gruppen und orientieren sich stark an festen Standorten. Ihre große Verbreitung in Städten ist letztlich auch eine Folge menschlicher Einflüsse.
Gerade deshalb ist ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang wichtig. Ein klar geregeltes Verhalten – insbesondere der Verzicht auf das Füttern – hilft dabei, die Taubenpopulation in einem gesunden Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig ein sauberes und angenehmes Wohnumfeld für alle Bewohnerinnen und Bewohner zu bewahren.

Schon gewusst? 3 spannende Fakten über Tauben:
Fakt 1: Tauben sind erstaunlich orientierungsfähig
Tauben besitzen einen außergewöhnlichen Orientierungssinn. Sie können über viele Kilometer hinweg zu ihrem ursprünglichen Standort zurückfinden. Deshalb wurden Brieftauben früher sogar zur Übermittlung von Nachrichten eingesetzt.
Fakt 2: Stadttauben stammen ursprünglich vom Menschen ab
Die heutigen Stadttauben sind keine Wildtiere im klassischen Sinn. Sie stammen von gezüchteten Haus- und Brieftauben ab, die im Laufe der Zeit verwildert sind und sich an das Leben in Städten angepasst haben.
Fakt 3: Tauben sind sehr soziale Tiere
Tauben leben in festen Gruppen und bilden oft langfristige Paarbindungen. Viele Paare bleiben über mehrere Jahre zusammen und kümmern sich gemeinsam um ihre Jungen.
Sauberes Wohnumfeld als Gemeinschaftsaufgabe
Ein gepflegtes und angenehmes Wohnumfeld entsteht dort, wo alle Bewohnerinnen und Bewohner Rücksicht aufeinander nehmen. Saubere Balkone, intakte Fassaden und ein harmonisches Zusammenleben profitieren davon.
Der Verzicht auf das Füttern von Tauben ist ein kleiner Schritt – mit großer Wirkung für die gesamte Hausgemeinschaft.
Wir danken herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.
Ihr Wohnungsunternehmen Frankenheim
Bilder: Adobe Stock
